Wir Sind Schwanger!

Informationen zur Schwangerschaft und Geburt

   

Mutterschutzbestimmungen in Österreich.


Bei Gefahren für die Sicherheit und Gesundheit von werdenden Müttern oder bei möglichen nachteiligen Auswirkungen auf die Schwangerschaft oder das Stillen sind folgende Maßnahmen durchzuführen:
-> Änderung der Beschäftigung
z.B. Anschaffung von Hebehilfen am Arbeitsplatz oder Änderung des Arbeitsstoffes
-> Arbeitsplatzwechsel
Die Arbeitnehmerin ist an einem anderen Arbeitsplatz zu beschäftigen, wenn die Änderung der Beschäftigung aus objektiven Gründen nicht möglich ist oder der Arbeitnehmerin nicht zumutbar ist.
-> Arbeits-Freistellung
Gibt es keinen geeigneten Arbeitsplatz, so ist die Arbeitnehmerin von der Arbeit freizustellen. ->Die Arbeitnehmerin hat Anspruch auf jenes Entgelt, das dem Durchschnittsverdienst der letzten dreizehn Wochen gleichkommt.

Ruhemöglichkeit:
->Werdenden und stillenden Müttern ist es zu ermöglichen, sich unter geeigneten Bedingungen hinzulegen und auszuruhen
->Die Zeit, während der die Arbeitnehmerin sich hinlegt, gilt als Arbeitszeit

Freistellung:
->Für werdende Mütter, die bereits einmal oder öfters eine Fehlgeburt erlitten haben, bei denen ein Abortus droht, sowie bei Herz-, Lungen-, Nieren- oder sonstigen schweren Erkrankungen und bei Mehrlingsgeburten

Kündigungsschutz:
->Gilt ab der Meldung der Schwangerschaft bis 4 Monate nach der Entbindung, bei Inanspruchnahme eines Karenzurlaubes oder einer Teilzeitbeschäftigung bis 4 Wochen danach.

Pflichen der Arbeitnehmerin:
->Information über die Schwangerschaft unter Bekanntgabe des voraussichtlichen Entbindungstermines
->Vier Wochen vor der Achtwochenfrist, den Arbeitgeber auf deren Beginn aufmerksam machen
->Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung auf Verlangen des Arbeitgebers
->Verständigung an den Arbeitgeber über ein vorzeitiges Ende der Schwangerschaft

Pflichten des Arbeitgebers:
->Meldung an das Arbeitsinspektorat nach Kenntnis der Schwangerschaft (Inhalt der Meldung: Name, Alter, Tätigkeit, Arbeitsplatz, voraussichtlicher Geburtstermin)

Beschäftigungsverbote für werdende Mütter:
->Regelmäßiges Heben von Lasten > 5kg
->Gelegentliches Heben von Lasten > 10kg
->Regelmäßiges Bewegen oder Befördern von Lasten ohne mechanische Hilfsmittel > 8kg
->Gelegentliches Bewegen oder Befördern von Lasten ohne mechanische Hilfsmittel > 15kg
->Arbeiten, die überwiegend im Stehen verrichtet werden müssen, wenn keine Sitzgelegenheit zum kurzen Ausruhen benützt werden können. – Nach Ablauf der 20. Schwangerschaftswoche nur mehr max. 4 Stunden/Tag erlaubt
->Arbeiten, bei denen die Gefahr einer Berufserkrankung gegeben ist, z.B. Lärm
->Arbeiten mit gesundheitsgefährdenden Stoffen, gesundheitsgefährdenden Strahlen, Hitze, Kälte oder Nässe
->Die Bedienung von Geräten und Maschinen aller Art, sofern damit eine hohe Fußbeanspruchung verbunden ist
->Die Bedienung von Geräten und Maschinen mit Fußbetrieb, sofern damit eine hohe Fußbeanspruchung verbunden ist
->Die Beschäftigung auf Beförderungsmitteln
->Das Schälen von Holz mit Handmessern
->Akkordarbeiten (wenn die durchschnittliche Arbeitsleistung die Kräfte der Mutter übersteigt), nach Ablauf der 20. Schwangerschaftswoche generell verboten
->Arbeiten, die ständig im Sitzen verrichtet werden (wenn keine Gelegenheit zu kurzen Unterbrechungen gegeben sind)
->Arbeiten mit biologischen Stoffen
->Arbeiten, bei denen werdende Mütter besonderen Unfallgefahren ausgesetzt sind
->Arbeiten, bei denen häufiges Strecken oder Beugen bzw. häufiges Hocken oder Sich-gebückt-Halten erforderlich ist
->Arbeiten, bei denen werdende Mütter besonderen belästigenden Gerüchen oder besonderen psychischen Belastungen ausgesetzt ist
->Werdende Mütter, die selbst nicht rauchen, dürfen nicht der Einwirkung von Tabakrauch durch andere Arbeitnehmer ausgesetzt werden
->Ein absolutes Beschäftigungsverbot für werdende Mütter gilt für den Zeitraum von acht Wochen vor der voraussichtlichen Entbindung

Beschäftigungsverbote nach der Entbindung ->Ein absolutes Beschäftigungsverbot gilt für den Zeitraum von acht Wochen nach der Entbindung, bzw. 12 Wochen nach der Entbindung bei Frühgeburt, Mehrlingsgeburt oder Kaiserschnittentbindung (Bei Verkürzung der Achtwochenfrist vor der Entbindung verlängert sich die Schutzfrist nach der Entbindung im Ausmaß der Verkürzung (max. auf 16 Wochen))

Bis zum Ablauf von 12 Wochen nach der Entbindung:
->Heben oder Befördern von Lasten
->Arbeiten, die überwiegend im Stehen verrichtet werden
->Arbeiten, bei denen die Gefahr einer Berufserkrankung gegeben ist
->Arbeiten mit gesundheitsgefährdenden Stoffen
->Das Schälen von Holz mit Handmessern
->Akkordarbeiten

Beschäftigungsverbote für stillende Mütter
->Heben oder Befördern von Lasten
->Arbeiten, bei denen die Gefahr einer Berufserkrankung gegeben ist
->Arbeiten mit gesundheitsgefährdenden Stoffen
->Akkordarbeiten

Verbot der Leistung von Überstunden
->Tagesarbeitszeit max. 9 Stunden
->Wochenarbeitszeit max. 40 Stunden

Verbot der Nachtarbeit
->Werdende und stillende Mütter dürfen in der Zeit von 20 Uhr bis 6 Uhr nicht beschäftigt werden (Ausnahmen: Verkehrswesen, Musikaufführungen, Theatervorstellungen, öffentliche Schaustellungen, Darbietungen, Lustbarkeiten, Filmaufnahmen, Lichtspieltheater, Kranken-, Heil-, Pflege- oder Wohlfahrtsanstalten, mehrschichtige Betriebe, Gastgewerbe)

Verbot der Sonn- und Feiertagsarbeit
Ausnahmen: Musikaufführungen, Theatervorstellungen, öffentliche Schaustellungen, Darbietungen, Lustbarkeiten, Filmaufnahmen, Gastgewerbe, bei ununterbrochenem Schichtwechsel, wenn die wöchentliche Ruhezeit für die gesamte Belegschaft auf einen bestimmten Werktag fällt, wenn in einem Betrieb nicht mehr als fünf Arbeitnehmer beschäftigt sind und außer der werdenden oder stillenden Mutter nur noch ein Arbeitnehmer beschäftigt ist, der eine gleichartige Beschäftigung ausüben kann.


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