Offen sein für alles, was bei der Geburt kommt
An den verschiedensten Orten (Krankenhaus, zu Hause, Geburtshaus) stattfinden. Die meisten Frauen gebären allerdings in einem Krankenhaus, jede fünfte durch Kaiserschnitt. Wenige Frauen gebären zu Hause, einige in Geburtshäusern. Bis vor 50 Jahren war es genau umgekehrt – mit Unterstützung einer Hebamme gebar der überwiegende Teil der Frauen in den eigenen vier Wänden im Kreise der Familie. Heute haben die werdenden Mütter die freie Wahl, wie wo und mit wem sie gebären wollen. In eine Universitätsklinik oder in ein Krankenhaus der Maximalversorgung (Frühchenstation) können heute Frauen mit einem stark ausgeprägten Sicherheitsbedürfnis entbinden. Werdende Mütter, die in erster Linie der eigenen Gebärfähigkeit vertrauen und sich nicht den Gepflogenheiten eines Krankenhauses unterordnen wollen, können zur Geburt zu Hause bleiben oder sich in einem Geburtshaus anmeldet. Auch kommt es vor, dass eine unerwartete und ungeplante Hausgeburt stattfindet. Für stark sicherheitsorientierte Frauen stellt die ungeplante Hausgeburt eine immense Bedrohung dar. Die Schwangeren bekommen Angst, verspannen und verkrampfen sich. Hat eine Schwangere eine Hausgeburt geplant, stellt eine unterwartete Klinikentbindung (Kaiserschnitt notwendig) eine ähnlich bedrohende Situation dar. Daher ist es sehr wichtig, offen für alles zu sein, was bei der Geburt kommen kann. Im Ernstfall kann mit dieser Flexibilität die werdende Mutter mit allen unvorhergesehenen Situationen einfach besser umgehen.