Schwangerschaft Lexikon: Wir Sind Schwanger!

Lexikon zu Schwangerschaft und Geburt

   

Saugglocken- oder Zangengeburt

Von der jeweiligen Situation und der Ausbildung der Geburtshelfer hängt es ab, ob die Wahl auf eine Saugglocke oder eine Zange fällt. Zumeist wird in deutschen Kliniken die Saugglocke benutzt, seltener die Zange. Hauptsächlich die Geburtszange kommt dagegen in den USA zum Einsatz. Im wesentlichen gibt es zwei Gründe für eine Geburt mit Saugglocke oder Zange:
- Der Muttermund ist vollständig eröffnet und die Fruchtblase geplatzt – das Kind ist fast geboren. Aber trotz wiederholtem Lagewechsel, Hocken, Stehen und Wehentropf und Pressen geht die Geburt nicht vorwärts: Das Kind steckt im Geburtskanal fest und die Mutter ist erschöpft.
- Durch die lange Geburt ist das Kind erschöpft und seine Herztöne verschlechtern sich deutlich. In diesem Fall wird der Arzt oder die Hebamme mit der Mutter besprechen, ob eine Saugglocke oder eine Zange eingesetzt werden soll.
Bei diesem geschäftigen Treiben in der Austreibungsphase ist es für die Mutter meist das Beste einfach die Augen zu schließen und zu versuchen bei den körperlichen Empfindungen zu bleiben. Wenn die werdende Mutter dringend Ruhe braucht, sollte sie sich nicht scheuen auch darum zu bitten. Ist wenig Zeit für Erklärungen, da das Kind so schnell wie möglich geholt werden muss, ist es wichtig dem geburtshilflichen Personal zu vertrauen. Später kann die ganze Situation im Wochenbett mit Hebamme und Arzt durchbesprochen werden, wenn das für die Mutter ein Bedürfnis ist. Sie sollte sich aber immer vor Augen halten, dass weder Hebamme noch Arzt dem Säugling etwas Schlechtes will.
Nach der Geburt sehen manche Saugglocken-Kinder etwas mitgenommen aus. Am Hinterkopf des Neugeborenen kann durch den Unterdruck, mit dem das Kind aus dem Geburtskanal „gesaugt“ wird, ein Hämatom entstehen. Nach kurzer Zeit verschwindet dieser kreisrunde, etwa sechs Zentimeter große blaue Fleck wieder und das neugeborene Kind schaut bald aus wie jedes andere Neugeborene. Daher besteht absolut kein Grund zur Beunruhigung.
Die rasche Geburtsbeendigung durch Saugglocke oder Zange stellt für das Kind eine zusätzliche Belastung dar, möglicherweise leidet es nach der Geburt an Kopfschmerzen. Deshalb sollte in den ersten Tagen mit dem empfindlichen Köpfchen sehr sorgsam umgegangen werden. Allerdings kann es sein, dass sich Hebamme oder Arzt auch jetzt noch für einen Kaiserschnitt entscheiden. Wenn der kindliche Kopf so hoch steht, dass eine Saugglocken- oder Zangengeburt nicht möglich ist oder ein zu großes Risiko für die werdende Mutter und ihr Kind gegeben ist, wird der Arzt einen Kaiserschnitt durchführen. Viele Frauen empfinden dann eine große Enttäuschung – eine lange Geburt, Schmerzen, Betäubungsmittel, eventuell eine Periduralanästhesie und letzt doch noch der gefürchtete Kaiserschnitt. Die Schwangere sollte sich davon nicht frustrieren lassen – jeder Versuch einer spontanen Entbindung ist wertvoll, doch im Vordergrund steht immer die Gesundheit des Säuglings und der Mutter.



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