Schwangerschaft Lexikon: Wir Sind Schwanger!

Lexikon zu Schwangerschaft und Geburt

   

Von den ersten Zellen zum Embryo

Nach der Verschmelzung von Ei- und Samenzellen teilt sich das befruchtete Ei zum erstenmal, es besteht nun aus zwei Zellen und die Teilung schreitet unaufhaltsam voran. Das Häufchen, das nur aus über 200 Zellen besteht, passiert nach vier bis fünf Tagen den Eileiter und befindet sich in der Gebärmutter. Das Ei nistet sich ungefähr zehn Tage nach der Befruchtung in der Gebärmutterschleimhaut ein. Mit der Einnistung in der Gebärmutterschleimhaut ist die Verbindung zum mütterlichen Blutkreislauf hergestellt. Ab jetzt beginnt ein intensiver Austausch zwischen Kind und Mutter, der in den folgenden neun Monaten das Leben bestimmt. Der Embryo nimmt durch bestimmte Stoffwechselvorgänge am Alltag der Mutter teil. Auch die Ernährung des Embryos erfolgt ausschließlich über den Organismus der Mutter. Der Embryo schwimmt von Anfang an in einer mit Gewebsflüssigkeit gefüllten Schutzhülle. Diese Schutzhülle wird Fruchtblase genannt. Der Ungeborene erhält durch das Fruchtwasser Raum und Schutz gegen Stöße und Erschütterungen. Der Embryo hat im Mutterleib eine konstante Temperatur von ungefähr 37,5 Grad und nimmt im Laufe der Schwangerschaft kontinuierlich an Menge zu. Zum größten Teil wird das Fruchtwasser vom mütterlichen Organismus produziert und alle zwei bis drei Stunden ausgetauscht. Dass aus dem Embryo langsam ein Mensch wird, kann man ab der vierten Schwangerschaftswoche ahnen. Doch bis dahin hat der Embryo noch einen weiten Weg vor sich – seine Zellen müssen sich immer weiter spezialisieren. In drei Schichten teilen sich die Zellen zunächst: Aus der äußeren Zellschicht entstehen Haut und Nerven, aus der mittleren Zellschicht Knochen, Knorpel, Muskeln, Bindegewebe, Herz-Kreislaufsystem, Nieren und Geschlechtsorgane und aus der inneren Zellschicht werden Atmungs-und Verdauungsorgane des Embryo gebildet. Nicht wesentlich größer als ein Reiskorn (ungefähr 6 mm) ist der Embryo am Anfang seiner Entwicklung. Mit dem bloßen Auge ist daher der Embryo in diesem Stadium kaum wahrzunehmen. Der Embryo ist in dieser Entwicklungsstufe sehr stark gekrümmt und liegt mit der Bauchseite auf dem anfänglich noch wesentlich größeren Dottersack, einem ballonartigen Gebilde, das dem werdenden Menschen in erster Linie zur Blutzellenbildung dient. Das Neuralrohr mit den Ursegmentpaaren, den Somiten, bildet sich am Rücken aus. Aus diesen sogenannten Somiten entstehen einzelne Muskelgruppen und die Wirbelsäule. Auch eine ausgeprägte Vorwölbung im Brustbereich ist zu erkennen. Im Brustbereich entwickelt sich das Herz, das in Kürze zu schlagen beginnt. All diese Vorgänge bleiben im Verborgenen, denn die Mutter spürt nichts davon.



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